Zuerst einmal: Weltbild Österreich ist (noch) nicht betroffen.

Stand der Dinge
Weltbild ist in Deutschland der zweitgrößte Buchhändler. Offenbar hatte der Verlag schon vorher mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ähnlich wie bei Quelle und Neckermann sollen die Probleme u.a. der Filialbetrieb und der Katalogversand sein, die das Internetgeschäft (mit) runter ziehen.

Da die letzten beiden Quartale 2013 das Geschäft nicht so gut lief und die Eigentümer und Banken nicht mehr bereit waren zusätzliche Geldmittel zu investieren, wurde der Insolvenzantrag gestellt.

Wer ist nun betroffen?
Betroffen ist die Verlagsgruppe Weltbild.
(Noch) nicht betroffen sind die Filalen von Weltbild, da diese von einer eigenen Gesellschaft betrieben werden. Diese Gesellschaft besteht aus der Verlagsgruppe Weltbild und der Familie Hugendubel (50:50).

Da aber die Verlagsgruppe für Einkauf, IT, Marketing, etc. zuständig ist und ungewiss ist ob der Partner das alles alleine übernehmen kann, könnte das auch Auswirkungen auf die Filialen haben.

Weiters ist Weltbild zusammen mit Hugendubel und Bertelsmann Eigentümer (25:25:50) des Ebookstores “Pubbles”. Über diesen Store kommen die Inhalte auf die Tolino Tablets. Auch hier kommt es darauf an wie die restlichen Partner mit der Situation umgehen um einen Weiterbetrieb zu gewährleisten.

Auf was solltet Ihr zukünftig achten?
Derzeit wird davon ausgegangen, dass die nächsten drei Monate eher keine negativen Auswirkungen für Kunden haben werden. Sicherheitshalber solltet Ihr aber die folgenden Tipps in Erwägung ziehen:

  • Ladet Eure digitalen Inhalte (ebooks, etc.) für die Tolino-Geräte auf Euer Gerät oder sichert sie auf Euren PC (und lasst sie nicht in der Cloud)
  • Eventuell vorhandene Gutscheine eher schnell einlösen
  • Sicherheitshalber nur mehr auf Rechnung bestellen

Fazit
Kein Grund zur Panik. Weltbild Österreich ist derzeit nicht betroffen und mit den obigen Tipps seid Ihr auf der sicheren Seite. Kauft weiterhin bei Weltbild und hoffen wir, dass Weltbild Österreich bestehen bleibt. Ich würde das schon sehr schade finden, wenn Weltbild nicht mehr existiert.

Quellen:
derStandard
lesen.net